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Interview mit dem Engelsfürsten Metatron

Myriel hatte sich in Metatrons Büro auf seinem Sessel niedergelassen und sich eine Lesebrille aufgesetzt. Sie ordnete die Zettel mit den Fragen und wartete auf ihr Opfer des Tages.

Es waren laute Schritte zu vernehmen als eine Tür geöffnet wurde. Leises Gemurmel drang aus dem Gang dahinter in das Büro. Neben einem lauten Grummeln und einem Brummen hörte man auch ein schlurfendes Geräusch. Ein ausgewachsener Eisbär schlenderte durch die Tür und lief nun auf den Sessel zu der Myriel gegenüber stand.

"Gru? DICH wollte ich eigentlich nicht hier haben! Wo hast du denn ein Hundchen gelassen?" fragte sie den Eisbären und sah ihn verdutzt an. DAMIT hatte sie nicht gerechnet! Sie wollte Metatron zur Rede stellen und nicht seinen Eisbären.

Gru machte einen Umweg und tapste zu Myriel um sich von ihr streicheln zu lassen, er liebte es wenn dieser Zuckersüße Engel ihn streichelte und liebkoste. Mit einmal waren aus dem Gang wieder Schritte zu hören.

Myriel streichelte den Eisbären und wartete ob das eigentliche Opfer nicht DOCH noch auftauchen würde. Metatron war immer für eine Überraschung gut.

Gru brummte zufrieden und lies sich kurz vor ihr niedersinken um ihr eine Tatze auf die Beine zu legen.

Mit rauschenden Roben und schnellem Schritt trat Metatron nun ein. "Myriel, meine Liebe. Verzeih meine Verspätung aber wie ich sehe bist du in bester Gesellschaft." Er zwinkerte kurz Gru zu, der gerade dabei war mit seiner Tatze Myriels Kleid etwas nach oben zu schieben. " Die letzte Tee Lieferung war leider falsch, wer möchte bitte schon Lakritztee trinken? Das muss eine grausame Erfindung der Menschen sein." Er ließ sich in den Sessel plumpsen um darauf hin mit einem gebieterischen Blick Gru anzusehen der daraufhin sofort zu seinen Füßen eilte und sich dort Niederließ.

Myriel sah Gru nach. *Verräter* dachte sie, grinste jedoch dabei. Nun konnte sie also beginnen und ihre erste Frage war ganz anders als man glauben mochte. Sie erinnerte sich an das Interview welches Metatron vor ein paar Tagen führte...

"Erste Frage... WER war diese Frau in deinem Büro?" knurrte sie und sah ihn mit funkelten Augen an.

Metatron sah sie etwas beleidigt an:"Meine Liebe, wo ist mein Tee?" Er schaute sich im Raum um erblickte jedoch keine Kanne oder Tasse. Seine Nerven lagen fast blank, falsche Bestellungen regten ihn immer zu sehr auf. Etwas genervt antwortete er jedoch: " Ich sollte jemanden interviewen, nur ein paar kleine Fragen. Du weißt doch ich habe komische Hobbys."

"Deine Hobbys beschränken sich meist nicht nur auf bequatschen" sagte sie säuerlich klatschte in die Hände und hereingerannt kam ein Schaf welches eine Kanne Tee trug. Auf dem Rücken balancierte es eine Tasse und kam vor Metatron zu stehen. "Sie hat doch sicher nettere Komplimente bekommen als ich?"

"Niemals würde ich nettere Komplimente an eine andere richten außer an dich." Er nahm sich die Tasse und roch genüsslich an dem Tee und sank ein wenig Tiefer in den Sessel. Gru Hob nun auch den Kopf und sah ein wenig traurig zu seinem Meister auf. "Keine Kekse????" dachte Gru enttäuscht. Etwas beleidigt legte er sich wieder nieder. "Du bist mein Ein und alles, wer sonst bringt mir immer diesen vorzüglichen Tee?" sagte Metatron honigsüß.

Das Schaf guckte kurz zu den beiden Engeln. Es bekam nicht die geringste Aufmerksamkeit. Gut Es schlich zu Gru ran und stupste ihn an. "Willst du Kekse kaufen?"

Myriel war noch nicht GANZ überzeugt, beschloss jedoch das richtige Interview zu beginnen.

"Metatron... Wie kam es dazu dass du Fürst der Engel wurdest?"

Metatron sah Myriel nun nachdenklich an. "Das war schon immer so vorhergesehen. Ich meine, ohne mich wäre die Stadt immer noch ein Chaos, außerdem brauchtet ihr einen starken und mächtigen anführer."

Gru jaulte nun und Stupste Metatrons Arm an der darauf hin sämtlichen Tee verschüttete. Mit dem unschuldigsten Blick und gleichzeitig größten Eisbäraugen der Welt, schaute er nun seinen Meister an und sannte ihm Gedanklich ein Bild von Keksen. Etwas erzürnt über den verschütteten Tee griff er in die Robe und nahm ein paar Münzen heraus. "Wie viel?" schaute er das Schaaf an.

Myriel hätte beinahe gelacht als sie das dealende Schaf sah. Das Schaf jedoch begann mit den Hufen eine Zahl auf den Boden zu zeichnen. 1 Packung Kekse= eine Goldmünze.

Myriel kicherte. Sie liebte dieses Schaf. "Was war das erste, an das du gedacht hast, als du die Zerstörte Stadt gesehen hast?"

"Von Geburt an beginnt das Erlebnis, wenn wir uns zur Sonne drehen, es gibt mehr zu Sehen als man je sehen kann. Mehr zu tun, so viel mehr zu verstehen. Das Leben hier ist ein wunder, alles neu, alles endlos und weit. Und die Sonne zieht leis, ihren Goldenen Kreis, für Groß und Klein in die Ewigkeit." Metatron verzog das Gesicht als er diesen Preis sah: " GRU! Du spinnst wohl, .....1 Goldmünze für eine Packung Engelsrolle?......." Er hielt dem Schaf eine Münze hin gab Gru einen tritt. "Wehe das sind nicht die besten Kekse deines Lebens." Zufrieden sannte er ein Bild an Myriel wie sie und Gru in einem Berg voller Kekse lagen und schaute sie freudig an.

"Was denkst du, wie der Krieg für die Engel verlaufen wird?" stellte sie weiter ihre Fragen und sah dabei ihr mehr als zufriedenes Schaf an. Myriel wusste, das das Schaf den guten Metatron über den Tisch gezogen hatte aber sie setzte ihn darüber nicht weiter in Kenntnis. Myriel musste über das Bild lachen, welches sie bekam und streichelte den Eisbären. "Lass es dir Schmecken Gru"

Gru schmatze Metatron zufrieden entgegen dieser jedoch sah nun säuerlich seine Roben an. " Der Krieg, oh je. Wir werden uns sicher großartig schlagen. Ich habe noch einiges in petto. Dies wird aber nur möglich sein, wenn wir alle zusammenhalten.  Es kommt nicht nur auf uns an sondern auch auf unsere Wiedersacher."Wie ein kleines Häufchen Elend sah er nun Myriel an die Gru zufrieden anlächelte. *Snüf* "Mein Tee...."

Myriel nahm geschickt die Teekanne, beugte sich über den Tisch und schenkte Metatron eine neue Tasse Tee ein. Ohne Tee war er ja zu nichts zu gebrauchen wie sie wusste. "Glaubst du, die Dämonen schaffen es jemals in unsere Stadt einzufallen?"

"Oh, um die Wahrheit zu sagen, ich glaube das sie es bereits sind. Spione sind nicht so einfach zu finden wie man glaubt. Ich bete eigentlich dafür, das die Stadt dieses mal verschont bleibt und die nötigen schlachten außerhalb unserer Hallen stattfindet."

Metatron strahlte über das ganze Gesicht als Myriel ihm den Tee einschank. Der Duft stieg ihm in die Nase und lies seine Sinne Tanzen. Eine seiner größten Schwächen.

Gru kam nun auf seinen Meister zu und legte ihn einen Keks auf den Schoß, ein Versuch es wieder gut zu machen. Erwartungsvoll hielt er seinen Kopf für einen Streichler hin.

Metatron nahm jedoch nur den Keks und ließ sein Haustier unbeachtet.

Myriels linke Augenbraue zuckte. "Willst du damit sagen du glaubst dass ich einen Engel nicht von einem Dämon unterscheiden kann?" sagte sie leise, jedoch unverkennbar zornig. Er konnte doch nicht ernsthaft glauben, an ihr käme ein Dämon vorbei! Grummelnd ging sie zu Gru um ihn zu streicheln. Das Schaf derweil erfrechte sich, sich auf den Bürostuhl zu setzen.

"Meine Liebe," er biss von dem Keks ab und nahm einen Schluck Tee, "iff glaube an diff und deine fähifgkeiten." Er schluckte:" Du würdest jeden Dämonen in meiner Nähe ausfindig machen. Nicht umsonst hast nur du die Erlaubnis dich in der gesamten Stadt aufzuhalten." Gru brummte nun wieder zufrieden, er mochte Myriel von allen Untergebenen seines Meisters am liebsten. Er schmiegte sich an sich und sannte ein Gefühl von Dankbarkeit an sie.

Myriel wollte sich gerade wieder setzen, als sie das Schaf entdeckte. "Sag mal Mira... Spinnst du?" fragte sie verdutzt und sah dann zu Metatron: "Da sitzt ein Schaf auf meinem Platz" Myriel wirkte leicht hilflos. Sie fuchtelte mit den Armen und wollte das Metatron das Schaf da wegnahm. "Der Offizielle Teil ist übrigens vorüber und nun... WELCHE KOMPLIMENTE HAST DU DIESER VAMPIRIN GEMACHT?"

Metatron sah etwas verwirrt drein. Was sollte er mit dem Wucherschaaf machen. "Gru." sagte er in einem Gebieterischen Ton, woraufhin sich sein Haustier aufbäumte und endlich seine Chance sah. Er stellte sich auf die Hinterbeine und Brüllte das Schaaf bedrohlich an. Metatron seufzte. "Muss man hier alles selber machen?" Er stand auf und nahm das Schaaf auf um es dann Gru vorzuwerfen. "Schaaf magst du doch, oder Gru?"

Das Schaf sah Gru drohend an. "Denk dran wer dir deine Kekse verkauft. Ohne Schaf keine Kekse."

"Metatron... Verfütterst du da gerade mein Schaf?" kurz nachdem MYriel das gesagt hatte fiel ihr noch etwas ein. "Und du hast meine Frage noch nicht beantwortet!"

Er ging nun mit großen Schritten auf sie zu:"Ja ich verfüttere dein Schaaf und ja ich habe sie noch nicht beantwortet." Er blickte ihr nun tief in die Augen. "Wie könnte ich einer anderen Frau jemals Komplimente machen, wo ich dich doch in Vollkommenheit bei mir habe." Er legte die Arme um Myriel und drückte sie fest an sich. " Ein Vampir könnte niemals deinen Platz einnehmen mein Zuckerpüppchen." Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Gru der nun das Schaaf ansah und sich jedweilige Vorstellung von Lammfilet mit Knödeln und Rotkraut verkneifen musste, hatte eigentlich nichts gegen das Schaaf, aber das was sein Meister da treibt.... ohne weiter auf das Schaaf zu achten, trampelte er über es hinweg und versuchte sich zwischen Metatron und Myriel zu quetschen.

Myriel war fürs erste wieder zufrieden. "Würde ich auch meinen" grummelte sie, war jedoch überrascht als sich etwas fettes, haariges einmischte.

Das Schaf derweil lag geplättet am Boden. Gru würde definitiv KEINE Kekse mehr von ihm bekommen! Betreten lag es am Boden

"Dein Schaaf ist platt von Grus Sprachgewalt!" kicherte Metatron, der Gru über den Kopf tätschelte.

"Ich glaube Gru hat soeben seinen besten Keksdealer verloren"

Auch sie täschelte Gru leicht und half dann ihrem Schaf wieder auf die Hufe."Ich würde das Interview für beendet erklären."

" Wenn dem so ist, Gru du solltest dich an Myriel wenden wenn du neue Kekse haben möchtest." Er lächelte und schritt nun an den dreien vorbei. " Aber für den Moment hast du genug genascht. Gru!" rief Metatron bestimmend, woraufhin der Eisbär mit der halbleeren Kekspackung hinter seinem Meister hinterher dackelt. Er sannte noch ein Bild an das Schaaf und Myriel : "Danke für die Kekse". Metatron öffnete die Tür:"Myriel es erfüllte mich mit Freude dich heute wieder sehen zu dürfen, ich hoffe wir dinieren morgen Abend wieder zusammen."

"Natürlich, wie immer."

Er zwinkerte ihr zu und Ließ ihr die Tür offen "Nach euch, meine Liebe."

Myriel ging nach draußen. Das Interview konnte sie auch später noch der Zeitung bringen.

Gru folgte Seinem Meister der nun hinter Myriel den Raum verließ um ihr unverfroren auf ihr wunderschönes Engelsgemächt zu blicken.

4.1.11 02:25
 


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